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Laufdorf, 25.02.2026

Der Vorstand von Church and Peace hat bei seiner Sitzung vom 20.-22.02.2026 in Laufdorf bei Wetzlar, Deutschland, eine Generalsekretärin designiert. Suzanne Eade-Roberts kommt aus Chantraine bei Epinal, Frankreich. Die gebürtige Engländerin ist Quäkerin und hat Erfahrungen in Verwaltung, Projektmanagement und Erwachsenenbildung im Friends House Moscow, einer Nichtregierungsorganisation. Sie wird ab Mai zunächst mit einem Umfang von 20% im internationalen Büro von Church and Peace arbeiten und nach Abschluss ihrer Promotion an der Universität Bristol stärker in die Arbeit als General-sekretärin einsteigen.

Eine Leitlinie zur „Vision and Mission“ wird der Vorstand bei seiner Mitgliederversammlung im August 2026 vorlegen. Darin spielt die Überwindung von Gewalt und das Konzept eines gerechten Friedens eine Rolle.

Die Rede vom gerechten Frieden spiegelt die Einsicht wider, dass Friede sich nur zeigt, wenn Fragen der Gerechtigkeit beantwortet werden. So ist es insbesondere nachzulesen in „Ein ökumenischer Aufruf zum gerechten Frieden“.
https://www.oikoumene.org/de/resources/documents/ecumenical-call-to-just-peace, (siehe auch das Hirtenschreiben https://www.dbk-shop.de/de/publikationen/die-deutschen-bischoefe/hirtenschreiben-erklaerungen/gerechter-friede.html), abgerufen am 22.02.2026.

Es ist ein ökumenisch geprägtes Konzept, das auf die Dimensionen Frieden in der Gemeinschaft, Frieden zwischen den Völkern, Frieden in der Wirtschaft und Frieden mit der Erde umfasst. Es basiert auf der Gewaltfreiheit Jesu, wie sie im Evangelium in einem Kontext der Gewalt durch das römische Imperium zum Ausdruck kommt. Gewaltfreiheit, wenn jesuanisch gedacht und als aktive Gewaltfreiheit gelebt, ist kein Konzept, das sich nur in Friedenszeiten bewähren kann, sondern gerade in Zeiten eines aggressiven Angriffskriegs seine Kraft entfalten muss.

In einem Interview über ihre langjährigen Erfahrungen als Generalsekretärin im Rahmen des Netzes von Church and Peace betonte Marie-Noëlle von der Recke, dass Kirche als Friedenskirche ihre wahre Identität erlangt. Sie zieht im Hier und Jetzt praktische Lehren aus der Verkündigung und dem Werk Jesu Christi. Sie ist dazu berufen, in einer Welt der Gewalt und des Krieges ein klares Friedenszeugnis abzulegen. Das Bekenntnis zu diesem klaren Fundament ist der Ansporn zum praktischen, gewaltfreien Engagement an der Seite der Opfer von Gewalt und Krieg und schließt die Anwendung von Waffen aus. Aus dieser theologischen Haltung heraus müsse auch die Beratung von Wehrdienstpflichtigen erfolgen.

Anders äußert sich die Friedensdenkschrift der EKD 2025 https://www.ekd.de/ekd_de/ds_doc/denkschrift-welt-in-unordnung-EVA-2025.pdf, abgerufen am 22.02.2026.

Pressekontakt:
Anja Vollendorf, Vorsitzende von Church and Peace, 0170 3568204

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